Raumfahrt: Gemeinsam Horizonte erweitern und die Welt mit anderen Augen sehen

Seit jeher streben die Menschen danach, neues zu Entdecken und ihren Wissenshorizont zu erweitern.
Diese Eigenschaft trieb unsere Vorfahren dazu, sich von ihrer Heimat in Zentralafrika über die fast den gesamten Planeten auszubreiten. Sie trieb die Menschen schon in der Antike dazu, die Grenzen des Wissens und des Machbaren auszutesten und zu erweitern. Die Neugier des Homo Sapiens war die Triebfeder für die Entwicklung von Naturwissenschaften und Technik ebenso wie von Geisteswissenschaften und Philosophie.
Das Bedürfnis nach Neuem führte zur Entwicklung der Schrift, der Dampfmaschine und des Internets.
Durch neugieriges, kritisches Hinterfragen konnten Theorien entwickelt werden, die in der Physik zu erklären versuchen, warum sich die Erde scheinbar wie ein Uhrwerk ihren Mutterstern umkreist, während die Neurologie und die Psychologie auch die geistigen Eigenschaften des Menschen verstehen lernen – darunter auch die Neugier, die uns im vergangenen Jahrhundert unter anderem auch dazu veranlasste, unseren Heimatplaneten zu verlassen und in den Weltraum vorzudringen.

Bild:NASA
Bild: NASA

Auch durch diesen Schritt sind die Vorgänge im Universum, in dem die Erde nur ein Sandkorn unter zahllosen ist, ein Stück näher gerückt. Und durch ein Allgemeineres Verständnis der Vorgänge im Weltall, das nicht auf unseren Planeten beschränkt ist, dürfen wir hoffen, letztlich auch die grundlegenden Eigenschaften der Natur besser kennen zu lernen.

Zudem hat die Raumfahrt es den Naturwissenschaftlern aller Disziplinen ermöglicht, eine Versuchsbedingung, die auf der Erde ständig herrscht:, dauerhaft abzuschalten: die Schwerkraft. Forschung in der Schwerelosigkeit ermöglicht neue Einblicke durch hochreine Proteinkristalle, berührungsloses Arbeiten mit Metallschmelzen und veränderte Vorgänge im menschlichen Organismus.

Die Raumfahrt, die dem fundamentalen Trieb der Menschen nach neuem Wissen, unbekannten Erfahrungen und Überschreitung der Grenzen nachkommt, erfordert ungeheure Anstrengungen. Zu Zeiten des Kalten Krieges wurden diese von den Supermächten vor allem auch deshalb vollbracht, um den jeweiligen Kontrahenten zu übertrumpfen. Doch bereits 1975 trafen sich ein US-amerikanisches und ein sowjetisches Raumschiff im Erdorbit, um gemeinsam zu experimentieren. Heute sind Russland und die USA führende Partner bei der Internationalen Raumstation ISS, auf der Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen einmalige Forschungsmöglichkeiten geboten werden und zugleich die nächsten Schritte der Menschheit hinein ins All, das Überschreiten neuer Grenzen, vorbereitet wird.

Hier finden sie eine - hoffentlich wachsende - Sammlung von Links, Daten und Hintergrundinformationen zur Rolle der Raumfahrt im großen Streben der Menschheit, zu ihrer wissenschaftlichen Nutzung und zu internationaler Kooperation.



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